Namenstage

Namenstage

"Der Namenstag einer Person ist der liturgische Gedenktag eines Heiligen nach dem die Person genannt ist (Namenspatron). In manchen Regionen oder Ländern ist die Feier des Namenstags bedeutender als oder wenigstens ebenso wichtig wie die des Geburtstages."

Soweit das, was unsere gute alte Tante Wikipedia zum Thema Namenstag sagt.

Der Namenstag ist also eine christliche Tradition. Es wird über den Namen eine Verbindung zu einem christlichen Apostel oder Märtyrer hergestellt. Weil es unterschiedliche christliche Kirchen gibt, variieren auch die Namenstage. Wir haben unsere Liste nach bestem Wissen und Gewissen entsprechend dem Religionskalender für das deutsche Sprachgebiet recherchiert. Geht also bitte nicht allzu hart mit uns ins Gericht, wenn ihr einen Namenstag traditionell an einem anderen Tag feiert.

Da der Namenstag eine so lange Tradition hat, sind es naturgemäß die alten Namen, die in der Liste der Namenstage auftauchen. Und auch vor mehreren hundert Jahren waren schon manche Namen mehr in Mode, als andere. So haben Maria, Johann und Johanna oder Philipp gleich mehrere Namenstage, während Petra und Anja sich mit einem einzigen begnügen müssen.

Liste der Namenstage

07. Januar Reik Heiliger Reinold (Mönch und Aufseher der Steinmetze)

Der Name Reik kommt aus dem Friesischen. Also sozusagen nordish by nature. Er ist eine Kurzform von Reinhold und setzt sich zusammen aus "ragin" = "Rat" und "beraht" = "strahlend"

Reik ist also ein strahlender Berater.

08. Januar Sören Severin von Norikum (Friedenstifter)

Sören ist ein dänischer Vorname. Ursprünglich abgeleitet wurde er aber von dem römischen Familiennamen Severinus. Dieser geht wiederum auf das Wort "severus" = "ernsthaft, streng" zurück.

Sören ist also der Strenge.

22. März Lea Lea von Rom (Wohltäterin und Schutzpatronin der Witwen)

Lea ist ein alter biblischer Name. Er hat mehrere Bedeutungen. Im Assyrischen bedeutet Lea "Herrscherin", im romanischen Sprachraum "Löwin". In Dantes "Göttlicher Komödie" ist Lea die Verkörperung der aktiven und fruchtbringenden Liebe.

Wenn das nicht eine explosive Mischung ist!

02. April Sandra Heilige Sandrina (Klostergründerin) 

Sandra ist eine Kurzform von Alexandra und kommt ursprünglich aus dem Griechischen. Der Name setzt sich zusammen aus den griechischen Begriffen für "schützen" und für "Mann".

Sandra ist also eine Beschützerin, die ihren Mann steht.

05. April Juliane Juliana von Lüttich (Chorfrau und Mystikerin)

Juliane ist eine Nebenform von Julia. Der Name stammt von Julius Cäsar ab und bedeutet wörtlich übersetzt "die aus dem Geschlecht der Julier"

Weil es neben Juliana von Lüttich noch weitere Heilige namens Juliana gibt, darf Juliane gleich fünf mal im Jahr Namenstag feiern.

 08. April Beate Beate von Ribnitz (mecklenburgische Prinzessin)

Der Name Beate stammt aus dem Lateinischen. Er leitet sich ab von "beatus", was soviel bedeutet wie "gesegnet" oder "glücklich".

Beate ist also die Glückliche.

19. April Holger Gerold von Großwalsertal (Einsiedler)

Holger ist ein altnordischer Name, der sich im Laufe der Zeit von Holmger abgewandelt hat. Er setzt sich zusammen aus "Holmi" = "Insel" und "geirr" = "Speer".

Holger ist also der Kämpfer von der Insel.

07. Mai Gernot Nokter der Stammler (Mönch, Lehrer und Gelehrter)

Der Name Gernot stammt aus dem Althochdeutschen. Er setzt sich zusammen aus "ger" = "Speer" und "khnoton" = "schwingen"

Gernot ist also der Speerschwinger.

04. Juni Eva Eva von Lüttich (Reklusin)

Der Name Eva stammt aus dem Hebräischen. Und obwohl Eva gern mit dem Rauswurf aus dem Paradies verbunden wird, bedeutet ihr Name "die Leben schenkende"